Montag, 6. Juli 2009

thinking (xliii).

der unterschied zwischen essen und nahrung.

Freitag, 3. Juli 2009

quotable (lxi).

"it brings me great joy to watch my child learn by imitation in this way, as she does so completely unselectively and instinctively. therefore, the importance of my task as her mama is to always strive to be worthy of imitation. a tall order, to be sure. but one that i am honored to be given and for which i will always be eternally grateful."


[**]

[ sehe mir seit geraumer zeit staunend selbst dabei zu, wie ich bzgl. meiner einstellung und meinem gefühl in vielen bereichen in eine richtung tendiere, die ich noch vor gar nicht allzulanger zeit massiv abgelehnt, verlacht, als anthrofantastisches hirngespinst abgetan hätte. dann kam de schwangerschaft und unsere wunderbare hebamme, dann das kind. und mit alldem verbunden, gewissermaßen mentoriert von unserer hebamme, gab es den ein oder anderen moment, an dem ich mich bei den schultern gepackt und kräftig durchgeschüttelt fühlte. und es gab andere momente, in denen das kapieren wesentlich leiser, aber deshalb nicht weniger eindrucksvoll passierte.
habe deshalb in letzter zeit mehrfach den versuch unternommen, steiner zu lesen. kläglich gescheitert; sein schreibstil vereint ungefähr alles, was ich schon während des philosophiestudiums nicht ausstehen konnte. schwülstig, umständlich, ausschweifend. würde das gerne überwinden, um lesen zu können, was da eigentlich steht. denn wenn es mir gelingen könnte, all die pastellfarbenen pufferwölkchen, die engel mit den regenbogen zwischen ihren händen und die sakral- esoterische hintergrundmusik abzuschalten, die sich sofort einblendet, sobald ich auch nur den ersten satz eines buches von steiner lese,-

dann.
ich würde das alles gerne lesen und verstehen, aber ich würde dabei auch ganz gerne auf dem boden bleiben.]

Mittwoch, 1. Juli 2009

mein allerliebstes elternblog ist das von @Merlix. und zwar wegen geschichten wie dieser hier.

Sonntag, 28. Juni 2009

soulmates.

Mittwoch, 24. Juni 2009

quotable (lx).

"stellen sie sich vor, ihr körper wäre ein gebrauchtwagen. würden sie ihn kaufen?"

[einmal mehr eine dieser diskussionen über ernährung und lebensmittel, discounter- und demeter- bio und den tatsächlichen wert guter nachrungsmittel gehabt. mich einmal mehr in entsetzte rage geredet und leider zu spät auf die idee gekommen, ihn zu fragen, was er für den letzten ölwechsel an seinem auto bezahlt hat und warum das öl, das er in seinen körper hineinschüttet, im gegensatz dazu nur 1, 49 kosten und beim billigsupermarkt eingekauft werden darf.]
kuchen and diet coke.


kuchen und diet coke. party the still-fully-breastfeeding-mom-way. schön und unterhaltsam war es trotzdem.
in fast 1,5 jahren ohne nennenswertes partyleben scheine ich aber nichts verpasst zu haben. wechselnde clubnamen für die doch immer gleichen keller dieser stadt, immer noch die gleichen gesichter hinterm tresen, an der bar, im tanzenden publikum. rotationsprinzip.

Dienstag, 23. Juni 2009

heute: luxemburgischer nationalfeiertag. abends ausgehen!

Donnerstag, 18. Juni 2009

quotable (lix).

"Seit Dienstag, seit sich die Große Koalition, die ich mit meiner Stimme für die SPD auch noch ermöglicht habe, gemeinsam auf einen Gesetzesentwurf geeinigt hat, der die Gewaltenteilung faktisch aushebelt und meiner Meinung nach eindeutig gegen das Grundgesetz verstößt (Artikel 5.1: „Eine Zensur findet nicht statt.“), seit diesem Tag bin ich fassungslos. Ich fühle mich zum ersten Mal in meinem Heimatland nicht mehr so frei wie noch am Tag zuvor. Ich habe das bedrückende Gefühl, dass die Regierung meines Landes, meine Regierung, die ich gewählt habe, ihren Bürgern nicht mehr vertrauen will, mir nicht mehr vertrauen will und glaubt, mir vorschreiben zu müssen, welche Webseiten ich besuchen darf und welche nicht. Denn mehr ist dieses Gesetz nicht: Es ist eine Einschränkung meiner freien Wahl, wohin ich mich im Netz bewege. Das digitale Äquivalent dazu, mir zu verbieten, bestimmte Bücher zu kaufen, Lieder zu singen, Gedanken zu teilen. Das ist Zensur, das ist ein Eingriff in meine Grundrechte. Zum ersten Mal sehe ich meinen Staat, den ich bei all seinen Macken bisher immer als zutiefst demokratisch empfunden habe, mit sehr misstrauischen Augen an."


[anke gröner über den letzten tag ohne internetzensur.]

"Deutlicher kann man ein "In your face" nicht machen. An dem Tag an dem die Petition den Rekord bricht, beschliesst man die Sperren."


[Don Dahlmann auf twitter.]

Donnerstag, 11. Juni 2009

nachrichtenfetzen aus dem leben anderer leute, die mir mal wieder klar machen, dass ich mich um manche menschen viel zu wenig kümmere.

Mittwoch, 10. Juni 2009

noch mehr kleine momente mit muttergefühl und unbändiger freude über das, was hier gerade passiert: vor fast drei monaten die freude über den allerersten zahn; ich quietschte und lachte, wirbelte das baby herum und musste immer wieder nachgucken, ob's auch tatsächlich stimmt. gestern ein ganz seltsames glücksgefühl, als der übermüdete sohn vor dem schlafengehen noch schnell seinen neuen hochstuhl probesaß. ab jetzt wird er so richtig an unseren mahlzeiten teilnehmen können; an seinem eigenen platz, auf seinem eigenen stuhl. level 3 nach 'neben dem tisch im korb liegen' und 'auf papas/ mamas schoß sitzen, während der/ die versucht, das mittagessen irgendwie einhändig zu bewältigen'.
aus dem kleinen baby ist ein großes geworden; in nicht einmal mehr vier monaten werden wir einen 'kleinen jungen' haben. und aus uns, aus 'wir zwei und das baby' wird allmählich immer mehr eine richtige 'familie'. ein irrsinnig wohltuendes gefühl, das sich seit dem ausbau der küche und einigen verschönerungen in der restlichen wohnung schubartig um etliche prozentpunkte gesteigert hat. es bleibt die gewissheit, dass wir noch nicht ganz vollständig sind. aber auch dafür wird sich der richtige zeitpunkt ergeben.

Sonntag, 7. Juni 2009

foodcontent (xl).

spaghetti with meatballs.

gestern blieben ein paar der köstlichen köfte übrig, die der mann immer macht, und heute wurden daraus spaghetti mit fleischbällchen und tomatensoße. wer gerade keine köfte übrig hat, macht sich fleischklößchen nach einem rezept seines vertrauens.
der großteil der köfte war noch roh und wurde bei großer hitze außen kurz knusprig gebraten, während sie innen roh blieben, dann herausgenommen und beiseite gestellt. im köfte- bratfett habe ich eine je eine handvoll feingehackte zwiebeln und balkonkräuter angebraten (rosmarin, majoran, thymian), mit einer dose ganzer, geschälter tomaten und einem viertelliter rotwein abgelöscht. dazu kam ein halbes bund feingehackte petersilie und je ein esslöffel tomatenmark und pflaumenmus. pflaumenmus ist eine super geheimzutat für sugos dieser art; macht sich auch an bolognese ganz hervorragend. das ganze wurde dann bei mittlerer hitze so lange eingekocht, bis der sugo keine wässrige konsistenz mehr hatte und schön dickflüssig war. dann kam ein halbes pfund halbierter kirschtomaten und die fleischbällchen dazu und wurde bei geringer hitze solange mit- bzw. fertiggegart, bis die spaghetti fertig waren. spaghetti und sugo in der pfanne vermischen und auf tellern anrichten, mit einem rest petersilie bestreuen, fertig.

Samstag, 6. Juni 2009

wir haben so ein düdelüdelüdelü- blinkblinkblink- spielzeug für unser kind geschenkt bekommen und wollen es nicht behalten. wer interesse hat, kann es hier ersteigern.

Mittwoch, 3. Juni 2009

danke (mal wieder).

jemand hat mir frederick die maus geschenkt. ganz viel lieben dank dafür, ich hab mich sehr gefreut und es gleich gelesen: zum ersten mal wieder seit mindestens 20 jahren. danach kam es gleich zum langsam wachsenden schatz an kinderbüchern in max' zimmer.

[ich bin jedes mal aufs neue so schrecklich ungelenk darin, mich bei menschen, die ich nicht kenne, für geschenke solcher art zu bedanken. es liest sich alles immer so blöd, aber ehrlich: ich freu mich wirklich. :-) ]

Sonntag, 31. Mai 2009

thinking (xlii).

ich hätte dich gerne kennengelernt.

Samstag, 30. Mai 2009

dann melde ich mich doch, und zwar absichtlich und ohne schlechtes gewissen aus purem eigennutz: der mann ist für ein paar tage mit freunden weggefahren und bei seiner rückkehr möchte ich ihn damit überraschen, ein paar dinge in der wohnung gemacht zu haben, die seit unserem zusammenzug auf erledigung warten. bilder aufhängen, ein paar dinge schöner machen, einen diy- arbeitstisch für die küche bauen. für letzteres brauche ich allerhand sperrige dinge und jemanden, der ein auto hat und sie mit mir besorgen fährt. also melde ich mich.
da das baby gerade eben nicht mehr in seinen auto- kindersitz passt, muss ich es im carrier mit auf die rückbank nehmen. beim einsteigen in den dreitürer der startschuss für das übliche programm: "dann guck mal, wie de da hinten rinnkommst mit deinem brauereipferdearsch!" - ich ignoriere. während der fahrt belehrt mein vater mich über die nutzlosigkeit meines vorhabens, erklärt mir, was ich angeblich alles nicht bedacht habe und fragt allen ernstes, ob ich auch die erlaubnis des mannes habe, eigenständig geld auszugeben. fuck off, denke ich, und ignoriere.
am zielort angekommen durchstreifen wir die hallen auf der suche nach den dingen, die ich brauche. mein vater informiert mich über die hässlichkeit, die das endergebnis meiner bemühungen aufweisen wird, über seine instabilität, seinen nachkriegsimprovisationscharakter. er unterbreitet mir etwa neun alternativvorschläge; bei jedem davon überhört er aufs neue, was ich ihm zur ablehnung des jeweils letzten gesagt habe. erwähne ich, dass etwas von den maßen nicht passt, fragt er mich bellend und mit hochgezogenen augenbrauen, ob ich denn überhaupt richtig gemessen habe, ob der zollstock dabei auch gerade aufgelegen habe, ob ich fensterbank/ fußleiste/ das vorhandensein einer tür bedacht habe. alles rhetorische fragen; antworten sinnlos, für ihn ist eh klar, dass ich für all dies zu blöd war. ich versuche, mich auf die auswahl der arbeitsplatte zu konzentrieren und ignoriere.
ich brauche eine information von einem der hier angestellten und reihe mich in die kurze schlage vor dem servicestand ein. währenddessen durchstreift mein vater weitere ecken der halle, winkt mich zwei mal mit einer grobmotorischen geste des ganzen arms herbei. mich mit meinem namen ansprechen konnte er noch nie. beide male möchte er mir irgendeinen krempel zeigen, der angeblich sowieso viel besser wäre als das, was ich mir ausgedacht habe. als er es ein drittes mal tun will, fauche ich ihn an: "ich hätte hier schon zweimal drankommen können, jetzt wartest du mal!". ein typisches "mach nicht so blöd!" ist die antwort, inklusive zweidrei wohl nur für mich erkennbarer veränderungen in seiner körperhaltung; instinktiv zucke ich zusammen, ein reflex schließt meine augen und will mich ducken. eine sache von sekundenbruchteilen, bis mir einfällt: das ist vorbei, das wird er nicht mehr tun, und schon gar nicht hier, vor allen leuten und wo ich ein baby umgeschnallt trage.
kurz darauf suchen wir ein bestimmtes ding; als mein vater einige meter hinter mir glaubt, es gefunden zu haben, pfeift er mich herbei. kein fröhliches vögelchen- pfeifen mit gespitzten lippen, sondern die sorte pfeifen, die man etwa für einen hund anwendet. einmal, zweimal höre ich das pfeifen; drehe mich um, mein vater pfeift ein drittes mal und macht mit dem kopf eine plötzliche bewegung, die mir bedeuten soll "komm ran hier". mich mit meinem namen ansprechen konnte er noch nie. ich werde kurz wütend. "ich habe auch einen namen!" rufe ich durch die halle, und, im herangehen: "ich bin kein hund!". mein vater fuchtelt mit den gesuchten dingern herum, beginnt einen weiteren lehrvortrag und ignoriert.
wir warten in der kassenschlange und schweigen uns an. dann sagt mein vater: "und das willst du alleine hinkriegen? mit sägen und allem drumm und dran? schaffste nicht." klar, schaffe ich nicht. ich, die dumme, unfähige versagertochter. ich schaffe nie irgendwas.
wir zahlen, fahren nach hause, schleppen den krempel nach oben, ich bedanke mich artig und bin froh, als mein vater endlich weg ist. ich versorge das baby und räume die werkzeuge herbei, die ich brauchen werde. bohrmaschine, akkuschrauber, stichsäge, fuchsschwanz, schraubenschlüssel. ich räume die küche aus, putze freigeräumte flächen, fange an, die ersten teile probezumontieren. "schaffste nicht, schaffste nicht!", hallt es in meinem kopf wider. ich gehe die einzelnen arbeitsschritte durch und frage mich tatsächlich, wie ich das alles schaffen will. lasse mehrere male hintereinander den schraubenschlüssel fallen, stoße mir beim aufstehen den kopf an der tischplatte, klemme mir beim verschieben der 30 kilo schweren arbeitsplatte einen finger ein. "schaffste nicht, schaffste nicht!", triumphiert das echo. ich überblicke das chaos an holzteilen, arbeitsgeräten und einer vollkommen chaotisch durcheinandergeräumten küche und sacke innerlich zusammen. "schaffste nicht, schaffste nicht!", macht es wieder, und an der inneren weggabelung zwischen verzweiflung und ehrgeiz wähle ich aus irgendeinem grund letzteren. und ignoriere.

Donnerstag, 28. Mai 2009

eine frage der organisation.

6:20 baby rüberholen und stillen.
6:20 - 7:06 baby bespielen und beschmusen; online busverbindungen raussuchen (i.kea).
7:06- 7:30 mann und baby beschmusen.
7:30 - 7:45 duschen, anziehen. mann wickelt das baby.
7:45- 8:00 balkonblumen gießen, der katze ein ergaunertes haargummi abjagen.
8:00 - 8:20 kartoffeln und anderes gemüse fürs mittagessen vorschnippeln.
8:20- 8:30 müesli; bloggen.
8:30- 8:45 hoffen, dass das baby aufwacht; baby anziehen und umschnallen
9:06 busabfahrt
9:46 busankunft
10:00 - 11:45 i.kea browsen
11:52 busabfahrt
12:31 busankunft
12: 43 ankunft zuhause.
12:43- 12:50 vorbereiteten gemüsekram anwerfen; baby versorgen
13:00 ankunft des mannes; mittagessen.

Mittwoch, 27. Mai 2009

mama sein.

die plötzlichsten, überwältigendsten momente von muttergefühl überfluten mich in den scheinbar nebensächlichsten, aller- alltäglichsten situationen. neulich, als ich dem baby die verrotzte nase saubermachte, zum beispiel. oder heute mittag, als es auf meinem schoß am esstisch saß und wir beide minutenlang mit großer freude und flachen handflächen auf der tischplattte einfach nur genüsslich krach machten. oder gerade eben, als ich mit dem baby vom einkaufen kam. es war unterwegs eingeschlafen und wurde zum ersten mal nicht wach, als ich es vom carrier in sein bettchen umlagerte. dieses däumchen im mund, dieses kinderschlaf- seufzen, die roten wangen.

(erwachte auch nicht, als ich ein seltsames, schmatzendes fiepen von mir gab, weil ich das plötzliche schluchzen unterdrücken wollte. beim küsschen geben rotz auf die wange geschmiert, rausgeschlichen, tür geschlossen, herzschmerz genossen, tränchen vergossen. leben, seltsames. )

Dienstag, 26. Mai 2009

quotable (liviii).

"are we just fucking or are we fucking with potential
of doing something else than fucking?"


[**]

quotable (livii).

"geben sie [den kindern] die möglichkeit, den unterschied zwischen einem salatkopf, der in richtiger erde angebaut wurde, und einem salat, der in holzwolle gestanden und zum überleben am tropf gehangen hat, zu schmecken; zwischen einer weichen und knusprigen, selbstgemachten fischfrikadelle und einem mehlball mit fischgeschmack aus der sogenannten "delikatessabteilung" im supermarkt; und zwischen einer in der sonne gereiften, sommertrunkenen freilandtomate und ihrer armen verwandten, die um die weihnachtszeit von den kanarischen inseln zu uns eingeflogen wird; zwischen schonend blanchiertem, frisch gepflücktem spinat und der tiefgefrorenen variante; zwischen einem lockeren und knusprigen, selbsgemachten pizzaboden und der pappigen, schlechten entschuldigung aus dem tiefkühlfach im supermarkt;zwischen fetttriefenden und stechend riechenden hamburgern der fastfood- ketten und einem anständigen steak aus reinem ochsenfleisch; zwischen einem gut geräucherten kassler rippchen vom metzger und einem von salzwasser und nitrit sabotierten schweinefilet vom wochenend-super-sonder-angebot beim discount-markt an der ecke; lassen sie sie den unterschied zwischen einer scheibe schinken sehen, die in der pfanne in ihrem eigenen fett brät, und einer scheibe, die in einer wässrig und ungesund aussehenden, weißlichen substanz vo sich hinblubbert; lassen sie sie den enormen unterschied erleben, den eine kartoffel ausmacht, die eine stunde im ofen verbracht hat und einer erdknolle die nach einigen minuten in der mikrowelle gegessen wir; einer vorzeitig reifen, neuen kartoffel ohne geschmack und form und einer, der man die notwendigen drei wochen ruhe gegönnt hat, um fülle, farbe und aroma zu entfalten."


[jesper juul: was gibt's heute? gemeinsam essen macht familien stark. düsseldof und zürich 2002; s. 32.]
[ein bisschen zu fleischlastig, mir ansonsten aber sehr aus der seele sprechend. habe jesper juul letzte woche zwei mal live gesehen, der mann sah ihn auch einmal. sehr inspirierend, sehr weiterempfehlenswert. vielleicht kommt er ja auch bald in deine nähe.]

Sonntag, 24. Mai 2009

kontaktschwäche.

fünf wochen nach dem letzten kontakt eine postkarte aus elba. keine anrede, keine abschiedsfloskel, wie immer: mich mit meinem namen ansprechen, ob auf papier oder im gespräch, das konnte er noch nie. für ihn heißen alle frauen gleich. meine mutter, jede seiner verflossenen, ich. alle heißen "du!". oder eben gar nicht.
ich finde keine lust, mich zurückzumelden. es war so viel entspannterer ohne kontakt zu ihm, ohne dauernd mitgeteilt zu bekommen, für wie dumm und (lebens-)unfähig er mich hält. ohne das aushaltenmüssen der tatsache, dass ich dieses bild nie werde relativieren können, dass er mich nicht kennt, nie gekannt hat. nie den mut aufbringen wird, seine sichtweise, sich selbst, in frage zu stellen, um mich kennenzulernen.