"der tod und seine überschreitung" googlen. dem ersten ergebnis folgen. lesen. schauern. flennen. bewundern. lächeln. flennen. tränen trocknen. die energie spüren. flennen. lächeln.
vier minus drei.
leseprobe.
Montag, 22. November 2010
mein dfssgf- päckchen ist da!
...und wieder mal habe ich einen richtigen glückstreffer gelandet. josé von essenslust hat mich mit ausnahmslos tollen sachen beschenkt, die in jeder hinsicht nach meinem geschmack sind. ich krieg mich gar nicht mehr ein.
von links nach rechts: tolle italienische nudeln von einer marke, die ich noch nicht kannte: ppura. die werden auf jeden fall irgendwann genüsslich mit ein paar wenigen, aber besonders guten zutaten zu einem hervorragenden pasta- mahl verarbeitet. gibt's derzeit eigentlich noch steinpilze? daneben, oben: ein glas orangenmarmelade von zwergenwiese. ich selbst bin nicht so der typ für süßes aufs brot, aber der mann als großer marmeladenfreund freut sich darüber sehr. darunter: "duft der macchia", eine gewürzmischung von herbaria, einer meiner beiden lieblingsfirmen für gewürze. diese ungewöhnliche zusammenstellung mit lavendel, zitrusfrüchten und pfeffer wurde gleich an unserem pasta- lunch ausprobiert und für sehr lecker befunden. als nächstes: ein glas grünes pesto von rapunzel. pesto geht natürlich immer; und dieses hier wird uns sicherlich hervorragend über einen mittag retten, an dem ich keine lust oder zu wenig zeit zum kochen finde. zu guter letzt: weiße bruchschokolade mit blüten drin von rosengarten. mjam. jam. jam.
hach. ich bin hin und weg: nicht nur, weil alles bio ist, sondern auch, weil nichts davon zu unserem typischen alltags-futterkram gehört und wir so ein päckchen mit fünf kleinen neuentdeckungen bekommen haben. vielen dank, liebe josé!
von links nach rechts: tolle italienische nudeln von einer marke, die ich noch nicht kannte: ppura. die werden auf jeden fall irgendwann genüsslich mit ein paar wenigen, aber besonders guten zutaten zu einem hervorragenden pasta- mahl verarbeitet. gibt's derzeit eigentlich noch steinpilze? daneben, oben: ein glas orangenmarmelade von zwergenwiese. ich selbst bin nicht so der typ für süßes aufs brot, aber der mann als großer marmeladenfreund freut sich darüber sehr. darunter: "duft der macchia", eine gewürzmischung von herbaria, einer meiner beiden lieblingsfirmen für gewürze. diese ungewöhnliche zusammenstellung mit lavendel, zitrusfrüchten und pfeffer wurde gleich an unserem pasta- lunch ausprobiert und für sehr lecker befunden. als nächstes: ein glas grünes pesto von rapunzel. pesto geht natürlich immer; und dieses hier wird uns sicherlich hervorragend über einen mittag retten, an dem ich keine lust oder zu wenig zeit zum kochen finde. zu guter letzt: weiße bruchschokolade mit blüten drin von rosengarten. mjam. jam. jam.
hach. ich bin hin und weg: nicht nur, weil alles bio ist, sondern auch, weil nichts davon zu unserem typischen alltags-futterkram gehört und wir so ein päckchen mit fünf kleinen neuentdeckungen bekommen haben. vielen dank, liebe josé!
Mittwoch, 3. November 2010
thinking.
das schönste kompliment, dass ich jemandem machen kann: vergessen, fotos zu machen, während ich mit ihm zusammen bin.
Montag, 1. November 2010
kürbiscurry mit tomaten und spinatreis.
auf den amerikanischen foodblogs wird zu jedem rezept immer zuerst eine möglichst stimmungsvolle geschichte erzählt, die den leser wohl in die laune versetzen soll, das vorgeschlagene rezept dann umgehend nachkochen zu wollen. die geschichte zu diesem rezept geht so:
auf twitter erzählte ich neulich, dass unser vergangener samstag eher nicht so der brüller war. die nacht endete für den mann um halb fünf morgens, nachdem ein nackter sohn I den schmierigen inhalt seiner vollen windel sowohl auf seiner eigenen, als auch auf der matratze des mannes verteilt hatte. meine nacht endete, nachdem sohn und betten vom mann gesäubert worden waren, eine halbe stunde später durch ein mit viel enthusiasmus vorgetragenes konzert auf der salatschleuder inklusive gesangsbegleitung. ja, kinder sind das lachen der welt! ja, solche tage gibt's auch.
nach kurzer besprechung verzog sich der mann, er war am vorabend erst um halb zwei von einem treffen mit freunden nach hause gekommen, mit migräne wieder ins bett. ich verzog mich mit den jungs in die küche, machte frühstück und abwasch, räumte auf, buk brot. das dauerte zwei stunden. ich zog die jungs an und ging auf dem münstermarkt und im biosupermarkt wochenend- einkaufen. das dauerte nochmal zwei stunden. ich konnte nicht alles auf einmal einkaufen, weil mir der mann als packesel fehlte und ich so eben nur mitnehmen konnte, was in den rucksack passte. ich fuhr also nach hause, lud die einkäufe und die kinder aus, wickelte die kinder und packte sie wieder ein, um die restlichen einkäufe im benachbarten viertel zu erledigen. und auch das dauerte nochmal zwei stunden. am ende war ich einigermaßen erledigt, aber zufrieden, den ganzen großen einkauf erfolgreich bestritten zu haben. und erleichtert, nun vollständig ausgerüstet zu sein, um dem essensbesuch, den wir tags drauf erwarteten, mit diesem irre leckeren kürbiscurry bekochen zu können, das der mann neulich gemacht hatte. als ich wieder zuhause war, teilte mir der mann mit, er habe dem besuch abgesagt, weil er einfach nicht fit sei für besuch. ja nun.auf twitter erzählte ich neulich, dass unser vergangener samstag eher nicht so der brüller war. die nacht endete für den mann um halb fünf morgens, nachdem ein nackter sohn I den schmierigen inhalt seiner vollen windel sowohl auf seiner eigenen, als auch auf der matratze des mannes verteilt hatte. meine nacht endete, nachdem sohn und betten vom mann gesäubert worden waren, eine halbe stunde später durch ein mit viel enthusiasmus vorgetragenes konzert auf der salatschleuder inklusive gesangsbegleitung. ja, kinder sind das lachen der welt! ja, solche tage gibt's auch.
jetzt sitzen wir hier auf zweieinhalb kilo muskatkürbis, einem pfund spinat und zwei dicken bund koriander und werden wohl das ganze lange wochenende nichts mehr essen außer kürbiscurry mit spinatreis. ein trost: dieses essen ist so verflucht lecker, dass mir das gar nichts ausmacht.
so. habt ihr jetzt nach dem ganzen gelaber nicht auch unglaublich hunger bekommen? - hier ist das rezept.
für den spinatreis braucht man:
90 g butter (wir nehmen ghee)
200g langkornreis
500 ml gemüsebrühe
2 el olivenöl
2 große zwiebeln, feingehackt
250g blattspinat, gehackt
salz, pfeffer
1. die butter / das ghee in einem topf erhitzen. reis zufügen und bei schwacher hitze 10 minuten unter rühren braten, bis die körner goldgelb werden.
2. brühe, salz und pfeffer dazugeben. langsam unter ständigem rühren zum kochen bringen. hitze auf ganz niedrige flamme reduzieren und im geschlossenen topf 20 minuten quellen lassen.
3. öl in einer pfanne erhitzen. zwiebeln darin bei mittlerer hitze glasig dünsten. spinat dazugeben, hitze reduzieren und in der geschlossenen pfanne ca. 5- 10 minuten dünsten.
4. de spinatmischung zum reis geben und vermengen, bis alles gleichmäßig heiß ist.
für das kürbiscurry braucht man:
10 cocktailtomaten
ein walnussgroßes stück ingwer, feingehackt oder gerieben
600 g kürbis (ich mag am liebsten muskatkürbis)
2 el öl oder ghee
1 el rote currypaste
400 ml kokosmilch
1/2 bund koriander
optional: eine große hand voll geröstete cashewkerne
1. den kürbis schälen, entkernen und in mundgerechte stücke schneiden. das öl/ ghee in einem topf erhitzen, den ingwer und die currypaste hineinrühren. von der oberen, cremigen schicht der kokosmilch 5 el abnehmen und unterrühren. die masse bei schwacher hitze 1 minute köcheln lassen.
2. die kürbisstücke und die restliche kokosmilch dazugeben und bei schwacher hitze unter rühren ca. 8 minuten schmoren. die cocktailtomaten hinzufügen un kurz mitdünsten.
3. den koriander waschen und trockenschütteln, die blätter von den stielen zupfen und über das curry streuen.
4. das curry mit dem spinatreis auf tellern anrichten und eventuell die optionalen cashews darübergeben.
mjamjam. guten appettit!
Montag, 25. Oktober 2010
Freitag, 22. Oktober 2010
du kommst auf die welt, um ihr den kopf zu verdrehen
du lachst über hunde und deine eigenen zehen
du bleibst, kaum kannst du laufen, alle zwei meter stehen
und fällst auf die knie, um noch ein wunder zu sehn
und am nächsten wunder ziehen sie dich vorbei
der, der dich am arm hält, zählt bis drei
und es geht vorbei, es geht vorbei
es geht vorbei, es geht vorbei
es geht vorbei, es geht vorbei
und das zehnte wunder zieht an dir vorbei
du betest, dass es stehen bleibt, zählst bis drei
und es geht vorbei, es geht vorbei
es geht vorbei, es geht vorbei
es geht vorbei, es geht vorbei
es geht vorbei. egal, wie sehr man sich bemüht, all diese entzückenden momente so ausgiebig wie möglich auszukosten, sie gehen trotzdem vorbei. wäre ich jemand, der spontan heulen kann, ich müsste jeden tag mehrfach in tränen ausbrechen ob all der freude und der wunder und all des herzkitzelns, selbst an den anstrengenden tagen. und darauf kommt es an.
die zeit heilt und alle wundern sich nach all den jahren
dass nichts bleibt, als ein paar stunden, da wo wunder waren
die zeit heilt alle wunder.
ich will mich nicht wundern in ein paar jahren.
Mittwoch, 13. Oktober 2010
ein himmelblauer spätherbstmorgen in der stadt,
die nacht war lang und ich bin immer noch wach.
und ich sitze hier und schreib was, mal ein bild von dir,
mach die augen zu und seh dich vor mir.
wünschte, du wärst hier, seh dich vor mir.
wünschte, du wärst hier bei mir.
und ich stehe hier am fenster und schau den autos zu,
streichle die katzen und wünschte, es wärst du.
setz mich an den ofen, schaue in das buch,
versuch, die worte zu entziffern, doch es bleibt bei dem versuch.
leg mich auf mein bett und weit von hier,
mach die augen auf und seh dich vor mir.
wünschte, du wärst hier, seh dich vor mir.
wünschte, du wärst hier bei mir.
[rio reiser: herbst.]
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Dienstag, 5. Oktober 2010
essen ist eine politische handlung.
eine kleine internet- geschichte, wie ich sie liebe: ich stolpere über einen artikel in der zeit, der von wam kat erzählt - einem gebürtigen holländer, der seinen unterhalt damit verdient, demonstranten zu bekochen. er kocht vegan und ausschließlich mit bio- zutaten, weil er diese art der ernährung für die gesundheitlich und vor allem politisch gescheiteste hält. ein zitat aus diesem text bleibt mir besonders in erinnerung: "essen ist eine politische handlung". das ist in etwa die essenz eines ganz zentralen aspekts, den ich seit jahren in meinem einkaufs- und essverhalten zu beherzigen versuche. und gleichzeitig etwas, das bei vielen immer noch auf unverständiges kopfschütteln stößt und mit dem ich mich regelmäßig in hitzige gespräche manövriere. etwas, das man daher, finde ich, in die welt tragen und diskutieren sollte, als floh in viele ohren und als gedanken in viele köpfe setzen sollte. dieser spruch auf einem t-shirt, das wär's. dacht' ich und postete es auf facebook.
heute abend bekam ich daraufhin eine facebook- mail von wam höchstpersönlich. er hätte auch gern so ein shirt, schrieb er, wir unterhielten uns ein bisschen. em ende des gesprächs hatte ich bereits den plan gefasst, morgen in der stadt eben solche shirts für wam, ramona und mich drucken zu lassen, da kam till mit der idee um die ecke, doch einfach, er hätte nämlich auch interesse an so einem shirt, einen spreadshop daraus zu machen. hab ich gemacht. denn je mehr leute so ein shirt kaufen können, desto besser. hier, bitteschön:
alle produkte außer den damen- übergrößen- shirts sind aus bio- baumwolle; die farbe des shirts ist frei wählbar. die provision der verkauften produkte werde ich natürlich nicht selbst behalten. ob ich sie direkt an wam oder an ein projekt o. ä. seiner wahl weiterleite, besprechen wir derzeit noch.
heute abend bekam ich daraufhin eine facebook- mail von wam höchstpersönlich. er hätte auch gern so ein shirt, schrieb er, wir unterhielten uns ein bisschen. em ende des gesprächs hatte ich bereits den plan gefasst, morgen in der stadt eben solche shirts für wam, ramona und mich drucken zu lassen, da kam till mit der idee um die ecke, doch einfach, er hätte nämlich auch interesse an so einem shirt, einen spreadshop daraus zu machen. hab ich gemacht. denn je mehr leute so ein shirt kaufen können, desto besser. hier, bitteschön:
alle produkte außer den damen- übergrößen- shirts sind aus bio- baumwolle; die farbe des shirts ist frei wählbar. die provision der verkauften produkte werde ich natürlich nicht selbst behalten. ob ich sie direkt an wam oder an ein projekt o. ä. seiner wahl weiterleite, besprechen wir derzeit noch.
Freitag, 1. Oktober 2010
Mittwoch, 29. September 2010
foodcontent (schnauzevollvonrömischenzahlen).
wer mein "365-days in what i eat"- projekt verfolgt, hat sicher schon festgestellt, dass es bei uns ziemlich häufig etwas gibt, was wir naanbrot nennen. ich umschreibe das so, weil unser naanbrot mit dem echten zwar einige dinge gemein hat, aber trotzdem was ganz anderes ist.
echtes naanbrot ist ein ca. 0,5 bis 1 cm dünner, über offener flamme gebackener fladen aus meist mit joghurt gesäuertem teig; das fertig gebackene brot wird mit oft garam masala bestreut. kann ich (bis auf die offene flamme) auch, sieht dann so aus:
- eignet sich gut, um damit suppen zu löffeln und schmeckt hervorragend, solange es ganz frisch gegessen wird. danach wird es leider recht schnell pappig.
in unser naanbrot werden die gewürze im ganzen im brot eingebacken, sie sind dicker, werden vor dem backen außen nochmal mit joghurt bestrichen und schmecken auch am nächsten tag noch zum frühstück gut (der mann: mit honig; ich: mit avocado). außerdem sind sie mit dips und vielleicht einem salat dazu eher als eigenständige hauptmahlzeit geeignet, denn als beilage.
naanbrot fällt bei uns in die gleiche soulfood- kategorie wie backgemüse. es wärmt von innen, wenn es draußen seit tagen nur regnet, es kräftigt, wenn man sich krank fühlt. und trotz jeder noch so drückenden melancholie gibt so ein dampfend heißes, knuspriges stück naanbrot mit einem großen klecks hüttenkäse einem die zuversicht, dass die welt doch irgendwie auch gut ist, solange man nur naanbrot backen kann.
ich verrate euch mal was: mit naanbrot habe ich den mann geködert. an einem verregneten, dunklen herbstabend nötigte ich ihm, er war schon auf dem sprung zur straßenbahn, einen biss in einen frisch gebackenen fladen ab - und kaum ein jahr später kam unser erster gemeinsamer sohn zur welt. so kann's gehen, wenn man nur das richtige brotrezept kennt.
heute hat naanbrot einen festen platz in den top 5 unserer lieblingsessen. auch der große sohn mümmelt kaum ein brot so genüsslich weg wie naanbrot - sogar mit rinde und ganz ohne belag!
am liebsten essen wir naanbrot ofenheiß mit mindestens zwei dips: mit zitronensaft, salz und pfeffer angemachter hüttenkäse ist immer dabei; außerdem entweder meine version von hummus (rezept enthalten im backgemüse- posting), oder ein schweineleckerer rote-linsen-dip. das rezept für diesen und das fürs naanbrot verrate ich euch heute (endlich mal).
für 4 fladen naan- brot braucht man:
- je 1 el koriander-, fenchel-, und kreuzkümmelsamen
- 3 el sesamsamen
- 4 el ghee
- 250g mehl
- 1/2 tl backpulver
- 1 ei
- 4el joghurt (3,5%)
- 3 tl trockenhefe
- 1/2 tl salz
- 2 tl zucker
1. die gewürze mit dem sesam in einer unbeschichteten pfanne ohne fett kurz anrösten, bis die zu duften beginnen und der sesam leicht gebräunt ist.
2. das ghee schmelzen lassen. das mehl mit dem backpulver mischen. das ei verquirlen und mit dem ghee, der mehlmischung und allen übrigen zutaten einige minuten lang zu einem glatten teig verkneten. wenn er zu klebrig ist, noch etwas mehl hinzugeben. zugedeckt an einem warmen ort 2 stunden gehen lassen. (in dieser zeit kann man den linsendip vorbereiten.)
3. aus dem aufgegangenen teig vier ca. 1cm dicke fladen formen (wie man hier sieht: wir machen immer die doppelte menge), auf ein mit backpapier ausgelegtes blech legen und weitere 10 minuten ruhen lassen. den backofen auf 200°C (umluft 180°C) vorheizen. die brote auf der oberseite dünn mit joghurt bestreichen. im heißen ofen auf mittlerer schiene ca. 7 minuten backen, dann wenden, auf der anderen seite mit joghurt bestreichen und nochmal ca. 5- 7 minuten backen, bis sie goldbraun sind. ofenwarm servieren.
für den linsendip braucht man:
- 120g rote linsen
- 30 g rundkornreis
- 1/2 l gemüsebrühe
- 2 schalotten
- 1 tl koriandersamen
- 1 mittelgroße rote paprikaschote
- 2 el olivenöl
- saft von 1 zitrone
- 1 tl getrocknete minze
- 1 prise gemahlener piment
- salz, pfeffer
1. die linsen unter fließendem wasser abspülen, dann zusammen mit dem reis in der gemüsebrühe aufkochen. die schalotten schälen, fein würfeln und unterrühren. alles zugedeckt bei schwacher hitze ca. 10 minuten leise kochen lassen. koriandersamen im mörser zerstoßen, hinzugeben und weitere 5 minuten köcheln. vom herd nehmen und abkühlen lassen.
2. die paprikaschote waschen, putzen und in sehr kleine würfel schneiden.
3. olivenöl und zitronensaft zu den linsen geben und alles mit dem pürierstab pürieren. mit minze, piment, salz (vorsichtig! meist ist der dip durch die gemüsebrühe schon recht gut gesalzen) und pfeffer abschmecken. drei viertel der paprikawürfel unter das linsenpüree heben. den dip dann in ein schüsselchen füllen und die restlichen paprikawürfeln darübergeben.
guten appettit!
echtes naanbrot ist ein ca. 0,5 bis 1 cm dünner, über offener flamme gebackener fladen aus meist mit joghurt gesäuertem teig; das fertig gebackene brot wird mit oft garam masala bestreut. kann ich (bis auf die offene flamme) auch, sieht dann so aus:
- eignet sich gut, um damit suppen zu löffeln und schmeckt hervorragend, solange es ganz frisch gegessen wird. danach wird es leider recht schnell pappig.
in unser naanbrot werden die gewürze im ganzen im brot eingebacken, sie sind dicker, werden vor dem backen außen nochmal mit joghurt bestrichen und schmecken auch am nächsten tag noch zum frühstück gut (der mann: mit honig; ich: mit avocado). außerdem sind sie mit dips und vielleicht einem salat dazu eher als eigenständige hauptmahlzeit geeignet, denn als beilage.
naanbrot fällt bei uns in die gleiche soulfood- kategorie wie backgemüse. es wärmt von innen, wenn es draußen seit tagen nur regnet, es kräftigt, wenn man sich krank fühlt. und trotz jeder noch so drückenden melancholie gibt so ein dampfend heißes, knuspriges stück naanbrot mit einem großen klecks hüttenkäse einem die zuversicht, dass die welt doch irgendwie auch gut ist, solange man nur naanbrot backen kann.
ich verrate euch mal was: mit naanbrot habe ich den mann geködert. an einem verregneten, dunklen herbstabend nötigte ich ihm, er war schon auf dem sprung zur straßenbahn, einen biss in einen frisch gebackenen fladen ab - und kaum ein jahr später kam unser erster gemeinsamer sohn zur welt. so kann's gehen, wenn man nur das richtige brotrezept kennt.
heute hat naanbrot einen festen platz in den top 5 unserer lieblingsessen. auch der große sohn mümmelt kaum ein brot so genüsslich weg wie naanbrot - sogar mit rinde und ganz ohne belag!
am liebsten essen wir naanbrot ofenheiß mit mindestens zwei dips: mit zitronensaft, salz und pfeffer angemachter hüttenkäse ist immer dabei; außerdem entweder meine version von hummus (rezept enthalten im backgemüse- posting), oder ein schweineleckerer rote-linsen-dip. das rezept für diesen und das fürs naanbrot verrate ich euch heute (endlich mal).
für 4 fladen naan- brot braucht man:
- je 1 el koriander-, fenchel-, und kreuzkümmelsamen
- 3 el sesamsamen
- 4 el ghee
- 250g mehl
- 1/2 tl backpulver
- 1 ei
- 4el joghurt (3,5%)
- 3 tl trockenhefe
- 1/2 tl salz
- 2 tl zucker
1. die gewürze mit dem sesam in einer unbeschichteten pfanne ohne fett kurz anrösten, bis die zu duften beginnen und der sesam leicht gebräunt ist.
2. das ghee schmelzen lassen. das mehl mit dem backpulver mischen. das ei verquirlen und mit dem ghee, der mehlmischung und allen übrigen zutaten einige minuten lang zu einem glatten teig verkneten. wenn er zu klebrig ist, noch etwas mehl hinzugeben. zugedeckt an einem warmen ort 2 stunden gehen lassen. (in dieser zeit kann man den linsendip vorbereiten.)
3. aus dem aufgegangenen teig vier ca. 1cm dicke fladen formen (wie man hier sieht: wir machen immer die doppelte menge), auf ein mit backpapier ausgelegtes blech legen und weitere 10 minuten ruhen lassen. den backofen auf 200°C (umluft 180°C) vorheizen. die brote auf der oberseite dünn mit joghurt bestreichen. im heißen ofen auf mittlerer schiene ca. 7 minuten backen, dann wenden, auf der anderen seite mit joghurt bestreichen und nochmal ca. 5- 7 minuten backen, bis sie goldbraun sind. ofenwarm servieren.
für den linsendip braucht man:
- 120g rote linsen
- 30 g rundkornreis
- 1/2 l gemüsebrühe
- 2 schalotten
- 1 tl koriandersamen
- 1 mittelgroße rote paprikaschote
- 2 el olivenöl
- saft von 1 zitrone
- 1 tl getrocknete minze
- 1 prise gemahlener piment
- salz, pfeffer
1. die linsen unter fließendem wasser abspülen, dann zusammen mit dem reis in der gemüsebrühe aufkochen. die schalotten schälen, fein würfeln und unterrühren. alles zugedeckt bei schwacher hitze ca. 10 minuten leise kochen lassen. koriandersamen im mörser zerstoßen, hinzugeben und weitere 5 minuten köcheln. vom herd nehmen und abkühlen lassen.
2. die paprikaschote waschen, putzen und in sehr kleine würfel schneiden.
3. olivenöl und zitronensaft zu den linsen geben und alles mit dem pürierstab pürieren. mit minze, piment, salz (vorsichtig! meist ist der dip durch die gemüsebrühe schon recht gut gesalzen) und pfeffer abschmecken. drei viertel der paprikawürfel unter das linsenpüree heben. den dip dann in ein schüsselchen füllen und die restlichen paprikawürfeln darübergeben.
guten appettit!
Sonntag, 26. September 2010
den kleinen trage ich, den großen schiebe ich unter graudüsterwolkenverhangenem himmel durch feuchten herbstwind. wenn der große sich zu mir umdreht, um mir zu erzählen, was er so alles sieht (vögel! krähen! auto! hund! baum!) muss er seine augen mit flatternden lidern vor dem wind schützen; all diese mama-kind-unterhaltungen müssen rufenderweise geführt werden. zwischen brezelstücke abbrechen und trinkflasche anreichen lächeln wir uns an, wir haben beide spaß an diesem radauwetter. bei der nächsten windböe die arme ausbreiten, sich den anorak aufblähen lassen, freudig jauchzen. pfützenspringen (scheiß auf undichte gummistiefel und nasse socken!). im wald wird er vom kinderwagenkind zum abenteuerlustigen jungen. durch den wald rennen und mit dem wind die bäume anheulen, ausrasten, auspowern, spaß haben, rennen, kreischen, lachen, energie loswerden.
satte umarmungen zu dritt, pralle küsse auf herbstkühle kinderwangen. leben, lieben, lachen.
satte umarmungen zu dritt, pralle küsse auf herbstkühle kinderwangen. leben, lieben, lachen.
Donnerstag, 23. September 2010
wie schule sein kann.
"also, ich wäre tief beunruhigt, wenn in dieser klasse (...) funktionierende kinder wären, also lauter so kinder, die einfach immer funktionieren. das sind keine leute, mit denen man die welt verändern kann, mit denen man mal irgendwas auf die beine stellen kann."
in der mediathek des br- online gibt es derzeit den ersten teil einer dreiteiligen dokumentation über die ersten acht jahre waldorfschule zu sehen. der film heißt "guten morgen, liebe kinder" und ist derzeit in der rubrik "meistgesehen" zu finden (direkt verlinken geht scheinbar leider nicht).
Donnerstag, 9. September 2010
dieser eine gedanke, der immer und immer wiederkehrt und jedes mal wieder die selbe frage aufwirft. man hat ihn in den letzten wochen so oft schon freundlich gebeten, so in einem jahr nochmal vorbezuschauen und einen bis dahin bitte erstmal in ruhe zu lassen. aber es nützt nichts. gleitet durch die tür, tritt sich vorher die schuhe nicht ab, macht auf dem weg zum sofa fußspuren aufs parkett und sitzt sich dort dann erstmal ein paar stunden genüsslich grinsend den hintern platt. und verschwindet nie, ohne einen überzeugten fingerzeig in richtung esstisch.
ob da wohl noch ein platz unbesetzt ist, ob da noch wer fehlt? steht da noch ein name zu wenig am briefkasten, ist da eine weitere babydecke noch ungestrickt?
ob da wohl noch ein platz unbesetzt ist, ob da noch wer fehlt? steht da noch ein name zu wenig am briefkasten, ist da eine weitere babydecke noch ungestrickt?
Mittwoch, 1. September 2010
Sonntag, 29. August 2010
foodcontent (xlviv).
lange, sehr lange ist er her, der letzte food content. und was habe ich in der zwischenzeit nicht alles versprochen, zu ver-foodbloggen: mein rezept für die ultimative bolognese, rezepte für naanbrot, bagels und sesamkringel, kässpätzlegeheimnisse (und bestimmt noch mehr). ich hol das alles ganz bestimmt noch nach, aber kopf und hände sind gerade sehr voll mit dingen anderer art, so dass es vielleicht noch etwas dauern wird, bis ich wieder mehr zeit finde, um übers essen zu bloggen. oder überhaupt zu bloggen.
ich hoffe, die werte leserschaft bis dahin mit diesem knaller- rezept vertrösten zu können:

diese pizza ist tatsächlich die beste, die ich je gegessen habe. ich war nie in einem erstklassigen italienischen restaurant und kenne nur tiefkühl-, liefer- und selbstgemachte pizzen und solche zum mitnehmen aus italienischen 0815- restaurants, die sich von lieferpizzen kaum unterscheiden: labberig, fettig und mit so viel "käse" (vgl.: "gastro-block"; "veganer- block"; analog- käse) obendrauf, dass man von den übrigen zutaten kaum mehr etwas schmeckt.
tiefkühlpizzen schmecken für mich meistens irgendwie chemisch- seifig und oft tropft das fett davon nur so herunter, wenn man sie etwas schräg hält.
und selbstgemachte pizzen enden unter dem belege- enthusiasmus des pizzabäckers meist als eine art auflauf mit teigboden und ebenso zuviel käse auch nicht so lecker. (ich habe ohnehin schon öfter gelesen, dass auf echte pizza sowieso kein käse obendraufkommt, und schon gar keine geriebener emmentaler oder sowas. in echt nimmt man wohl mozzarella und der kommt untendrunter, auf die tomatensoße und unter den restlichen belag. heißt es.)
nichts desto trotz umtreibt mich seit einiger zeit ein gewisser ehrgeiz, eine richtig gute pizza zu hause hinzubekommen. und nach ein paar angestrengten versuchen habe ich das dann ebenso plötzlich wie zufällig tatsächlich geschafft. ich habe dafür außer ein paar planlos zusammengesuchten zutaten noch ein dauerquäkendes neugeborenes, schlechte laune und eine völlig zerschossene zeitplanung gebraucht. seither habe ich die pizza aber zweimal kontroll- gebacken und festgestellt, dass dies keine unbedingt notwendigen rahmenbedingungen sind.
grundlage für die pizza ist jamie olivers rezept für pizzateig, wobei ich es noch nie mit semolina tipo 00 gemachte habe, sondern immer mit einer etwa gedrittelten mischung aus weizenmehl 405, 550 und 1050, und ich habe das ergebnis unter der fertigen pizza trotzdem als ziemlich perfekt empfunden (aber wie gesagt: ich weiß es auch nicht besser). ich mache immer die volle 1kg- menge. für ein blech der zuchhini- pizza braucht man davon weniger als die hälfte; was übrig bleibt friere ich fürs nächste mal ein oder mache pizzabrötchen draus, die wir dann mit kräuterbutter und tomatensalat als abendbrot essen.

für die tomatensoße nehme ich
1 große dose ganze tomaten
2-3 EL dreifach konzentriertes tomatenmark
1 zwiebel
1 knoblauchzehe
einige zweige frischen thymian
salz
pfeffer
1/8 l rotwein
zwiebel und knoblauch würfeln und zusammen mit den abgezogenen thymianblättchen in einem ordentlichen schuss olivenöl andünsten. das tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten, mit rotwein ablöschen und die tomaten samt -saft dazugeben. die tomaten mit der gabel in grobe stücke teilen und das ganze 10- 15 minuten köcheln lassen. mit dem pürierstab zu einer einigermaßen homogenen soße zerkleinern (ich mache das immer in direkt in der pfanne; wenn man die hand nah über den pürierstab hält, hält sich die sauerei in grenzen) und noch weitere 10- 15 minuten köcheln lassen. mit salz und pfeffer abschmecken.

für den pizza- belag braucht man vor dem backen:
250 g (büffel-) mozzarella
100 g steinchampignons
jeweils in nicht zu dünne scheiben geschnitten
den backofen auf 230°C (umluft) vorheizen. ein backblech mit olivenöl auspinseln und etwas weniger als die hälfte des pizzateigs auf der bemehlten arbeitsfläche ca. 6 mm dünn ausrollen, so, dass er etwas größer ist, als das backblech. das backblech direkt daneben stellen und den teiglappen beherzt, aber vorsichtig (damit er nicht reißt) auf das backblech bugsieren, in ecken und kanten festdrücken und den überstehenden teig abschneiden. den restlichen teig in frischhaltefolie einfrieren. die tomatensoße gleichmäßig, nicht zu dick und bis ganz an den rand auf dem teig streichen (es wird etwa 1/3 der tomatensoße übrigbleiben). darauf den mozzarella und die pilze verteilen. die pizza für 15- 20 minuten im ofen backen (der rand sollte knusprig und leicht gebräunt ausshen, der mozzarella etwas schmelzen und hier und da bläschen werfen - aber auf jedenfall hell und weich bleiben und nicht bräunlich einbrutzeln).
während die pizza backt, für den pizza- belag nach dem backen vorbereiten:
2 zucchini, mit dem sparschäler in dünne streifen geschnitten
ca. 100 g etwas festeren, krümelfähigen ziegenfrischkäse
eine handvoll basilikumblätter, grob zerzupft
schwarze, entsteinte oliven guter qualität und am besten ohne knoblauch in olivenöl eingelegt - grob gehackt
salz und pfeffer aus der mühle
flüssigen honig
sonnenblumenkerne
die fertig gebackene pizza zügig belegen: erst den käse einigermaßen gleichmäßig darauf zerkrümeln, dann die zucchinistreifen verteilen (das wird zunächst nach sehr viel zucchini aussehen, aber das passt schon so). dann den basilikum, die olivenstücke und die sonnenblumenkerne drüber werfen, ca. 2 EL des honigs daraufträufeln und mit salz und pfeffer übermahlen. in stücke schneiden und servieren. durch die hitze der pizza fallen die zucchinistreifen ganz leicht zusammen, bleiben aber schön frisch und knackig.
ich hoffe, die werte leserschaft bis dahin mit diesem knaller- rezept vertrösten zu können:
zucchini- pizza
diese pizza ist tatsächlich die beste, die ich je gegessen habe. ich war nie in einem erstklassigen italienischen restaurant und kenne nur tiefkühl-, liefer- und selbstgemachte pizzen und solche zum mitnehmen aus italienischen 0815- restaurants, die sich von lieferpizzen kaum unterscheiden: labberig, fettig und mit so viel "käse" (vgl.: "gastro-block"; "veganer- block"; analog- käse) obendrauf, dass man von den übrigen zutaten kaum mehr etwas schmeckt.
tiefkühlpizzen schmecken für mich meistens irgendwie chemisch- seifig und oft tropft das fett davon nur so herunter, wenn man sie etwas schräg hält.
und selbstgemachte pizzen enden unter dem belege- enthusiasmus des pizzabäckers meist als eine art auflauf mit teigboden und ebenso zuviel käse auch nicht so lecker. (ich habe ohnehin schon öfter gelesen, dass auf echte pizza sowieso kein käse obendraufkommt, und schon gar keine geriebener emmentaler oder sowas. in echt nimmt man wohl mozzarella und der kommt untendrunter, auf die tomatensoße und unter den restlichen belag. heißt es.)
nichts desto trotz umtreibt mich seit einiger zeit ein gewisser ehrgeiz, eine richtig gute pizza zu hause hinzubekommen. und nach ein paar angestrengten versuchen habe ich das dann ebenso plötzlich wie zufällig tatsächlich geschafft. ich habe dafür außer ein paar planlos zusammengesuchten zutaten noch ein dauerquäkendes neugeborenes, schlechte laune und eine völlig zerschossene zeitplanung gebraucht. seither habe ich die pizza aber zweimal kontroll- gebacken und festgestellt, dass dies keine unbedingt notwendigen rahmenbedingungen sind.
grundlage für die pizza ist jamie olivers rezept für pizzateig, wobei ich es noch nie mit semolina tipo 00 gemachte habe, sondern immer mit einer etwa gedrittelten mischung aus weizenmehl 405, 550 und 1050, und ich habe das ergebnis unter der fertigen pizza trotzdem als ziemlich perfekt empfunden (aber wie gesagt: ich weiß es auch nicht besser). ich mache immer die volle 1kg- menge. für ein blech der zuchhini- pizza braucht man davon weniger als die hälfte; was übrig bleibt friere ich fürs nächste mal ein oder mache pizzabrötchen draus, die wir dann mit kräuterbutter und tomatensalat als abendbrot essen.
für die tomatensoße nehme ich
1 große dose ganze tomaten
2-3 EL dreifach konzentriertes tomatenmark
1 zwiebel
1 knoblauchzehe
einige zweige frischen thymian
salz
pfeffer
1/8 l rotwein
zwiebel und knoblauch würfeln und zusammen mit den abgezogenen thymianblättchen in einem ordentlichen schuss olivenöl andünsten. das tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten, mit rotwein ablöschen und die tomaten samt -saft dazugeben. die tomaten mit der gabel in grobe stücke teilen und das ganze 10- 15 minuten köcheln lassen. mit dem pürierstab zu einer einigermaßen homogenen soße zerkleinern (ich mache das immer in direkt in der pfanne; wenn man die hand nah über den pürierstab hält, hält sich die sauerei in grenzen) und noch weitere 10- 15 minuten köcheln lassen. mit salz und pfeffer abschmecken.
für den pizza- belag braucht man vor dem backen:
250 g (büffel-) mozzarella
100 g steinchampignons
jeweils in nicht zu dünne scheiben geschnitten
den backofen auf 230°C (umluft) vorheizen. ein backblech mit olivenöl auspinseln und etwas weniger als die hälfte des pizzateigs auf der bemehlten arbeitsfläche ca. 6 mm dünn ausrollen, so, dass er etwas größer ist, als das backblech. das backblech direkt daneben stellen und den teiglappen beherzt, aber vorsichtig (damit er nicht reißt) auf das backblech bugsieren, in ecken und kanten festdrücken und den überstehenden teig abschneiden. den restlichen teig in frischhaltefolie einfrieren. die tomatensoße gleichmäßig, nicht zu dick und bis ganz an den rand auf dem teig streichen (es wird etwa 1/3 der tomatensoße übrigbleiben). darauf den mozzarella und die pilze verteilen. die pizza für 15- 20 minuten im ofen backen (der rand sollte knusprig und leicht gebräunt ausshen, der mozzarella etwas schmelzen und hier und da bläschen werfen - aber auf jedenfall hell und weich bleiben und nicht bräunlich einbrutzeln).
während die pizza backt, für den pizza- belag nach dem backen vorbereiten:
2 zucchini, mit dem sparschäler in dünne streifen geschnitten
ca. 100 g etwas festeren, krümelfähigen ziegenfrischkäse
eine handvoll basilikumblätter, grob zerzupft
schwarze, entsteinte oliven guter qualität und am besten ohne knoblauch in olivenöl eingelegt - grob gehackt
salz und pfeffer aus der mühle
flüssigen honig
sonnenblumenkerne
ich wünsche guten appettit!
Samstag, 21. August 2010
immer noch vegetarisch mit deutlicher tendenz zum veganismus.
hartgekochte sonntagsfrühstückseier gehen nun auch nicht mehr; eier in kuchen oder naanbrot sind weiterhin okay. butter aufs brot geht nicht mehr, meine geliebte regelmäßig spätabends genossene scheibe ofenwarmen brotes mit butter und salz, es geht irgendwie einfach nicht mehr und ich möchte fast flennen deswegen. in butter gebratenes ist so 'naja', in ghee gebratenes ist mir schon lieber.
das fast allmorgendlich genossene müesli mit milch macht nur selten probleme. wenn, dann verursacht der die vorstellung, milch zu trinken, ein schleimiges gefühl im hals (nicht ganz so schlimm wie bei der vorstellung, schokolade zu essen) und dann esse ich wassermelone oder knäckebrot mit avocado.
gestern das eigentlich vegane curry mit sehr viel joghurt strecken müssen, weil es zu scharf war. hinterher war mir nachhaltig bis spät abends übel; ich weiß nicht, ob von zu viel schärfe oder zu viel joghurt.
bisher keine probleme mit hüttenkäse, zum glück. wenn das auch noch irgendwann...ich will gar nicht dran denken.
heute bereits um kurz nach acht auf dem münstermarkt gewesen, das gefühl gehabt, meine sinne reichen gar nicht aus, um die unglaubliche fülle an spätsommerlichem obst- und- gemüse- angebot vollständig wahrnehmen zu können. bergeweise zucchini, die ersten kürbisse, dicke büschel kräuter, prall gefüllte kartoffelkörbe, unendliche marktstandmeter mit beeren und zwetschgen, eine riesige auswahl frischer pilze, tomaten und paprika und gurken aller formen, farben und größen, unbegreifliche fülle. seit 10 jahren kaufe ich mindestens einmal in der woche auf dem münstermarkt ein und jedes jahr aufs neue treibt mir das angebot in dieser jahreszeit fast, jaja, ich weiß schon wie das klingt, die tränen in die augen. aber wenn's halt so ist.
hätte am liebsten alles, alles, alles gekauft; tatsächlich mitgenommen haben wir ein kilo der allerletzten sauerkirschen, ein kilo zwetschgen, ein halbes pfund himbeeren, ein pfund erdbeeren, vier pfirsiche, ein knappes pfund pilze (drei sorten), ein kilo äpfel. und natürlich wassermelone vom türken, bananen aus dem bio- supermarkt. ein für diesen sommer sehr typischer markteinkauf, spätestens dienstag wird von alldem nichts mehr übrig sein.
dann teilen wir uns interessenbedingt für eine dreiviertelstunde auf; als wir uns zum gemeinsamen nachhausefahren wiedertreffen, habe ich ersatz für meine gebrochenen sockenstricknadeln in der tasche, ein bilderbuch für den großen sohn und, endlich, "tiere essen" von jonathan foer. der mann hat sich 300 gramm entrecôte beim biometzger gekauft, das will er sich, nachdem er nun fast 2 monate lang sehnsüchtig jeder fleischigen durftfahne hinterherschnüffelte, morgen auf den grill werfen.
ich weiß nicht welches bisschen schiss größer ist: das vor der lektüre des neuen buchs oder das davor, dem mann beim fleischessen zuzusehen.
immer noch keine ahnung, was das alles soll, immer noch nachhaltige verwirrung.
hartgekochte sonntagsfrühstückseier gehen nun auch nicht mehr; eier in kuchen oder naanbrot sind weiterhin okay. butter aufs brot geht nicht mehr, meine geliebte regelmäßig spätabends genossene scheibe ofenwarmen brotes mit butter und salz, es geht irgendwie einfach nicht mehr und ich möchte fast flennen deswegen. in butter gebratenes ist so 'naja', in ghee gebratenes ist mir schon lieber.
das fast allmorgendlich genossene müesli mit milch macht nur selten probleme. wenn, dann verursacht der die vorstellung, milch zu trinken, ein schleimiges gefühl im hals (nicht ganz so schlimm wie bei der vorstellung, schokolade zu essen) und dann esse ich wassermelone oder knäckebrot mit avocado.
gestern das eigentlich vegane curry mit sehr viel joghurt strecken müssen, weil es zu scharf war. hinterher war mir nachhaltig bis spät abends übel; ich weiß nicht, ob von zu viel schärfe oder zu viel joghurt.
bisher keine probleme mit hüttenkäse, zum glück. wenn das auch noch irgendwann...ich will gar nicht dran denken.
heute bereits um kurz nach acht auf dem münstermarkt gewesen, das gefühl gehabt, meine sinne reichen gar nicht aus, um die unglaubliche fülle an spätsommerlichem obst- und- gemüse- angebot vollständig wahrnehmen zu können. bergeweise zucchini, die ersten kürbisse, dicke büschel kräuter, prall gefüllte kartoffelkörbe, unendliche marktstandmeter mit beeren und zwetschgen, eine riesige auswahl frischer pilze, tomaten und paprika und gurken aller formen, farben und größen, unbegreifliche fülle. seit 10 jahren kaufe ich mindestens einmal in der woche auf dem münstermarkt ein und jedes jahr aufs neue treibt mir das angebot in dieser jahreszeit fast, jaja, ich weiß schon wie das klingt, die tränen in die augen. aber wenn's halt so ist.
hätte am liebsten alles, alles, alles gekauft; tatsächlich mitgenommen haben wir ein kilo der allerletzten sauerkirschen, ein kilo zwetschgen, ein halbes pfund himbeeren, ein pfund erdbeeren, vier pfirsiche, ein knappes pfund pilze (drei sorten), ein kilo äpfel. und natürlich wassermelone vom türken, bananen aus dem bio- supermarkt. ein für diesen sommer sehr typischer markteinkauf, spätestens dienstag wird von alldem nichts mehr übrig sein.
dann teilen wir uns interessenbedingt für eine dreiviertelstunde auf; als wir uns zum gemeinsamen nachhausefahren wiedertreffen, habe ich ersatz für meine gebrochenen sockenstricknadeln in der tasche, ein bilderbuch für den großen sohn und, endlich, "tiere essen" von jonathan foer. der mann hat sich 300 gramm entrecôte beim biometzger gekauft, das will er sich, nachdem er nun fast 2 monate lang sehnsüchtig jeder fleischigen durftfahne hinterherschnüffelte, morgen auf den grill werfen.
ich weiß nicht welches bisschen schiss größer ist: das vor der lektüre des neuen buchs oder das davor, dem mann beim fleischessen zuzusehen.
immer noch keine ahnung, was das alles soll, immer noch nachhaltige verwirrung.
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